Ein Dank an unsere Erde

Bäume pflanzen

Unser Anliegen ist es für den unvermeidlichen Schaden, der mit der Anreise unserer Tagungsgäste aus weitentfernten Ländern durch Flugzeug- und Autoabgase verbunden ist, einen lebendigen Ausgleich zu schaffen. Die Antwort darauf dies mit Bäume pflanzen zu tun um dem ökologischen Fußabdruck etwas Lebendiges entgegenzubringen wird bereits an unzähligen Orten praktiziert. Oft sind dies jedoch anonyme, unüberschaubare Pflanzungen. So suchten wir nach Initiativen, die im Zusammenhang mit der Anthroposophie und der Christengemeinschaft entstanden sind, einen individuellen Charakter haben und von Menschen geschaffen wurden, mit denen wir weiter Kontakt pflegen können. Zudem entstand ein neuer Blickwinkel auf die Frage, wie kann man durch Bäume pflanzen etwas Aufbauendes für die Erde und im Sozialen bewirken. Denn Natur und Mensch gehören zusammen! Auf der Suche nach persönlichen Initiativen fanden sich drei bereits bestehende Projekte, die wir Ihnen kurz vorstellen möchten:

Fruchtgarten in Argentinien
In Missiones einem Bundesland im Nordosten von Argentinien leben die Guarani, ein Eingeborenenstamm im tropischen Buschland, welches ihre Heimat ist. Durch massive Rodungen des Regenwaldes ist der Lebensraum nicht nur von Pflanzen und Tieren zunehmend bedroht, sondern auch von diesen Menschen. Vor einigen Jahren reisten zwei deutsche junge Frauen, Paula Kiefer und Elisabeth Ryback nach Beendigung ihrer Schulzeit im Rahmen eines Freiwilligen Dienstes der Freunde der Erziehungskunst nach Argentinien und lebten dort zwei Jahre mit dem Eingeborenenstamm. Durch ihr Engagement entstand ein Waldorfkindergarten für die Eingeborenenkinder der Guarani. Er wird von zwei Einheimischen weitergeführt, die sich in die Gedanken und Praktiken der Waldorfpädagogik eingearbeitet haben (Film dazu). Auf unsere Anfrage an die dort praktizierende anthroposophische Ärztin Mariana Mapaey entwickelte sie die Idee einen Fruchtgarten mit Zitrusfrüchten, vor allem Mandarinenbäume, für die Kinder zu pflanzen, der ihnen mit seinem Obst weiterhin Jahr für Jahr zur Verfügung stehen wird.
Grünes Labyrinth
Auf Palawan, einer philippinischen Insel, haben vor etwa 10 Jahren das Ehepaar Grace Zozobrado-Hahn, Ärztin und Heileurythmistin und Walter Siegfried Hahn, Gärtner und Experte auf dem Gebiet des Sinneserfahrungsfeldes die erste biologisch-dynamische Farm auf den Philippinen gegründet (Film dazu). Durch den Anbau von ca. 200 verschiedenen Pflanzensorten, zu denen Gemüse, Getreide, Früchte und Heilpflanzenanbau zählen, haben sie einen Ort geschaffen, in dem der lebendige Gedanke lebt, dass alles Leben auf der Erde erneuert und geheilt werden kann. Auf unsere Anfrage nach Baumpflanzungen auf ihrer Farm entwickelten sie die Idee ein grünes Labyrinth wachsen zu lassen mit Hecken, Büschen und Bäumen. Dies wird in einem öffentlichen Park entstehen und lädt Menschen ein den Weg ins Zentrum, einem kleinen überdachten Pavillon zu beschreiten und dort einen Moment des Innehaltens zu erfahren, in Gebet oder Meditation, um sich dann wieder gestärkt der Außenwelt zuzuwenden.
Baumkreuz
Das Baumkreuz ist eine Baumpflanzinitiative, die von Joseph Beuys impulsiert und ins Leben gerufen wurde vor über 30 Jahren. Entlang der ehemaligen Grenze von Ost – und Westdeutschland wurde begonnen eine dreireihige Allee mit Eschenbäumen zu pflanzen. Sie steht und wächst als lebendiges Zeichen der Überwindung von Grenzen, die viel Leid erzeugt und Menschenleben gekostet haben. Und zeugt von Menschen, die in sich einen Freiheitsgedanken verspürten. Ihr Mut, ihre Kraft und Unerschütterlichkeit haben bewirkt, der Macht eines totalitäres Regimes entgegenzuwirken und es schließlich aufzubrechen. Die Allee wird kontinuierlich weitergepflanzt. Verbunden mit dieser Initiative ist ein anderes Projekt, welches sich „Omnibus für direkte Demokratie“ nennt. Während die Bäume des Baumkreuzes, die dort fest verwurzelt Zeugnis der Vergangenheit geben, aber auch beispielhaft für die Gegenwart und Zukunft stehen, fährt ein Omnibus sehr beweglich durchs ganze Land mit einer Botschaft. Die Idee des Omnibus enstand durch Brigitte Krenkers, der Initiatorin dieses erfolgreichen Projektes, welches seit fast 30 Jahren, als mittlerweile von mehreren Mitarbeitern geführten Unternehmens durch Deutschland und Europa fährt. Der Omnibus für Direkte Demokratie wird auch zu unserer Tagung kommen und für Sie mit Aktionen und Informationen zur Verfügung stehen. Wir möchten mit unserem Beitrag einige Bäume in der Allee wachsen lassen und damit den Impuls, der Freiheit im Geistesleben und der Erhaltung und Weiterentwicklung des kostbaren Gutes der Demokratie unterstützen. Alle drei Baumpflanzprojekte leben im Bewusstein von Priestern und Gemeinden der Christengemeinschaft und sie sind an ihrer Verwirklichung beteiligt.